Geschichte

Vorwort: Zum Pfarramt Höllrich gehören die 3 selbständigen Kirchengemeinden Höllrich, Heßdorf und Weickersgrüben.

Geschichte Höllrich:
Die um 1450 errichtete Kirche in Höllrich wurde 1706 umgebaut. Von historischem Rang ist vor allem die große alte Weihnachtsglocke aus dem Jahr 1487, die zu den ältesten Glocken der Region zählt. Im Kirchenschiff erinnern sechs Grabsteine aus drei Jahrhunderten an die einstigen Herren von Höllrich und Heßdorf, die Freiherren von Thüngen. Auf die Herren von Thüngen geht auch die Einführung der Reformation zurück. Otto Wilhelm von Thüngen gilt als der Reformator von Höllrich-Heßdorf. Er war 1544 Student in Wittenberg und stand in regem Austausch mit Melanchthon. Mit Caspar Schmidt erhielt Höllrich bereits 1562 seinen ersten evangelischen Pfarrer.

Geschichte Heßdorf:
Die Kirche in Heßdorf wurde in den Jahren 1741-1744 gebaut. Von besonderer Bedeutung und Schönheit ist die Orgel, die umgeben ist von einem geschnitzten Gehäuse, in dessen Mitte König David mit seiner Harfe dargestellt ist. Auch in Heßdorf setzte sich sehr früh die Reformation durch, da auch Heßdorf zum Machtbereich derer von Thüngen gehörte. Das Rittergeschlecht von Thüngen baute 1331 die Reußenburg und 1335 die Sodenburg und prägte die Geschicke der beiden Dörfer Höllrich und Heßdorf über viele Jahrhunderte. Zur KG Heßdorf gehört heute auch der Nachbarort Karsbach.

Geschichte Weickersgrüben:
1530 führte das Rittergeschlecht von Thüngen die Reformation ein, wodurch es fortan zwei Konfessionen im Ort gab. Durch die Gegenreformation kam die evangelische Gemeinde um 1653 zu Dittlofsroda, 1682 wurde sie von Geroda betreut, bis sie 1725 wieder an Dittlofsroda gelangte. 1929 wurde Weickersgrüben Tochterkirchengemeinde von Hammelburg, 1957 wieder zu Dittlofsroda, bevor es letztendlich 1973 der Pfarrei Höllrich-Heßdorf eingegliedert wurde. 1961 ging der lang ersehnte Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus endlich in Erfüllung: Nach einjähriger Bauzeit konnte die moderne und schlicht gehaltene Auferstehungskirche an einem Berghang neben dem Friedhof eingeweiht werden. Im Frühjahr 2001 begann eine umfangreiche Renovierung der Kirche nach ökologischen Geschichtspunkten.