Geschichte

Seit Ende des 13. Jhdts. gehörte "Heidenfeld" den reichsfreien Grafen von Wertheim. Graf Georg II., der mit seinem Vater 1521 auf dem Reichstag zu Worms Martin Luther kennen gelernt hatte, war nach seiner Rückkehr entschlossen, in seiner Grafschaft die Reformation einzuführen. Im Jahr 1527 kam der erste evangelische Pfarrer, Peter Hunerbüchler nach Heidenfeld. 1531 wurde in allen Kirchen der Grafschaft die Augsburgische Konfession als Bekenntnis der Evangelischen verlesen. Im Jahr 1612, nach dem Tod des kinderlosen Ehepaares Krichingen, zog Julius Echter den ganzen linksmainischen Wertheimer Besitz für das Hochstift Würzburg ein. Im 30jährigen Krieg gab der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf dem Grafen Löwenstein von Wertheim die von Julius Echter eingezogenen Lehen wieder zurück. 1631 kam Gustav Adolf persönlich nach Wertheim, wo er mit großem Jubel empfangen wurde. Nach 1634 wohnten mehr als 200 Jahre kein evang. Christ mehr in Marktheidenfeld. Im Zusammenhang mit dem Bau der Eisenbahn (1879 - 1881) kam eine größere Anzahl von evangelischen Arbeitern nach Marktheidenfeld und es bildete sich wieder eine evangelische Gemeinde. Am 30. Mai 1880 konnte ein kleiner Betsaal eingeweiht werden. Am 17. Mai 1896 wurde die Friedenskirche durch Dekan Beck von Würzburg eingeweiht. Die Orgel wurde 1914, der Altar 1924 und das Geläute 1925 eingerichtet. Die KG Marktheidenfeld hat ein ausgeprägtes und reges Gemeindeleben. Besonderen Schwerpunkt legt die KG auf ein werbendes Angebot für Kinder und die Arbeit mit den Konfirmanden. Sie verfolgt dabei ein einladend-missionarisches Gemeindeaufbaukonzept.