Gott sei Dank gibt’s Reli !

Wer ist „die Neue“ im Schulreferat ?

Mein Name ist Sabine Bullemer-George, ich bin Diplom Religionspädagogin und lebe mit meinem Mann Andreas und unserer Hündin Nuna in Weilbach (Landkreis Miltenberg). Seit dem 1. September 2025 habe ich die Aufgabe als Schulreferentin im Dekanatsbezirk Lohr von Kirchenrat Uwe Schlosser übernommen.

Ursprünglich komme ich aus Neunburg vorm Wald im ehemaligen Dekanat Cham. Dank positiv erlebtem Religionsunterricht und einer lebendigen und identitätsstiftenden Dekanatsjungend­arbeit, konnte ich auch in der oberpfälzischen Diaspora ein gesundes evangelisches Selbstbe­wusst­sein entwickeln, das mich zum Studium der Religionspädagogik und kirchlichen Bildungsarbeit motiviert hat.

Nach dem Studium in München/Pasing und dem Vorbereitungsdienst in Miltenberg, arbeitete ich seit 1997 überwiegend im Schuldienst an Grund-, Mittel- und Realschulen im Dekanatsbezirk Aschaffenburg. Zusätzlich engagierte ich mich im Lebensraum Schule und der offenen Ganztagsschule mit musikalischen sowie spiel- und theaterpädagogischen Projekten. Ich hatte einen Lehrauftrag an der Evangelischen Hochschule Nürnberg und bin Mitglied der Prüfungsfachkommission für das 2. Examen der Religionspädagoginnen und Religionspädagogen.

Seit dem Schuljahr 2021/22 bin ich Leiterin des Schulreferats im Dekanatsbezirk Aschaffenburg. Dort erteile ich auch weiterhin zwei Stunden Religionsunterricht an der Ruth-Weiss-Realschule.

Die breit gefächerten Aufgaben als Schulreferentin fordern mich immer wieder heraus, dazu zu lernen, neu zu denken und praktikable situationsbezogen Lösungen zu finden. Ich freue mich, dass ich diese Aufgaben nun auch im Dekanatsbezirk Lohr übernehmen darf.

Was macht so eine Schulreferentin eigentlich – und warum?

Über die Aufgaben einer Schulreferentin schreibt die zuständige Kirchenrätin im Landeskirchen­amt, Frau Katrin Hussmann: „Ursprünglich abgeleitet aus der Dekansfunktion hat sich die Funktion der Schulreferentinnen und Schulreferenten mehr und mehr zu einer eigenständigen Leitungsaufgabe mit hoher personeller Verantwortung in einem komplexen Planungsgeschehen inmitten einer sich stetig verändernden Schullandschaft entwickelt. (…) Insgesamt entwickelt sich das Schulwesen in rechtlicher, aber auch in pädago­gi­scher Hinsicht (z.B. aufgrund der Einführung der kompetenzorientierten Lehrpläne) mit hoher Geschwindigkeit und permanent weiter. Arbeits- und dienstrechtliche Fragestellungen werden komplexer. Die flächendeckende Einführung der Planungsanwendung RELIS (ein ökumenisches Projekt gemeinsam mit den röm.-kath. Diözesen Bayerns) fordert organisatorisches und techni­sches Knowhow. Darüber hinaus steigt der Kommunikationsbedarf mit Schulen und öku­menischen Partnern durch konfessionell-kooperative Projekte in der Unterrichtsorganisa­tion. Die Schulreferentinnen und Schulreferenten haben die Aufgabe, sowohl die weiterführenden Schulen in ihrem Planungsbereich regelmäßig zu kontaktieren als auch Entwicklungen an den privaten Schulen, die den RU betreffen, im Blick zu behalten.“

Als Schulreferentin bin ich also Ansprechperson für alle Themen rund um den evangelischen Religionsunterricht in allen Schularten. Darüber hinaus bin ich Dienst- bzw. Fachvorgesetzte für die kirchlichen Lehrkräfte und das Gegenüber für Schulleitungen und staatliche Schulämter. Durch Unterrichtsbesuche und Beratungs-gespräche halte ich Kontakt zu den Religionslehrkräften und zu den Schulleitungen, um inhaltliche und organisatorische Standards zu gewährleisten, um zu motivieren und ggf. Hilfestellung zu leisten.

In der intensiven Planungsphase für das jeweils kommende Schuljahr arbeite ich viel am Computer und am Telefon, um die Bedarfe der Schulen zu erfassen und die Einsätze der kirchlichen Lehrkräfte zu koordinieren. Auch die Beratung der Schulen hinsichtlich der kooperativen Unterrichtsmodelle fällt oft in diesen Zeitraum.

Es ist mir sehr wichtig alle Beteiligten darin zu unterstützen, die Rahmenbedingungen für einen ansprechenden, zeitgemäßen und lebendigen Religionsunterricht zu schaffen. Der unten aufgeführten Statistik können Sie entnehmen, wie viele Kinder und Jugendliche im Dekanat Lohr jede Woche durch den Evangelischen Religionsunterricht mit der frohen und befreienden Botschaft des Evangeliums in Kontakt kommen und in Schulgottesdiensten und anderen gottesdienstlichen Feiern auch im Lebensraum Schule, Spiritualität kennenlernen und einüben. Der Religionsunterricht hilft den Heran­wach­­sen­den ihre eigene Identität zu entfalten und legt Grundlagen für die Entwicklung von Werten und moralischer Verantwortung. Damit trägt er auch zur Demokratiebildung bei. In ökumenischer Verbundenheit gelten diese Ziele ebenso in den kooperativen Unterrichtsmodellen an den verschiedenen Schularten.

Wo und mit wem arbeitet die Schulreferentin?

Vieles erledige ich am Schreibtisch, Computer und Telefon, schätze aber persönliche Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen, Schulleitungen und Dekanatsvertretern. In den letzten Wochen verbrachte ich auch sehr viel Zeit im Auto und auf den Straßen durch den Spessart, die Rhön und am Main entlang. Es ist erstaunlich, wie eng Kurven, und wie hoch Brücken sein können. Vielen Schulen im Norden des Dekanats und den zuständigen Schulämtern durfte ich bereits einen Antrittsbesuch abstatten und persönliche Kontakte knüpfen. Meine Dekanats-Schul-Tour wird bald fortgesetzt.

Mit Frau Schneider-Genge habe ich eine erfahrene Mitarbeiterin im Dekanatsbüro, die die Mitarbeitenden und die Gegebenheiten im Dekanatsbezirk kennt und meine Arbeit im Schulreferat in bewährter Weise unterstützt. Da sich mein Schreibtisch und alle technischen Geräte in meinem Homeoffice befinden, bin ich sehr dankbar über den technischen Support, den mein Mann mir oft „auf dem kurzen Dienstweg“ geben kann.

…und wenn die Arbeit erledigt ist? – Dann freue ich mich übers Nichtstun...und Zeit mit meinem Mann und mit Freunden zu verbringen. Ich höre gerne Krimi-Hörbücher und seit neuestem habe ich das Stricken als Hobby für mich (wieder-)entdeckt. In unserer gemeinsamen Freizeit machen wir gerne Wellness-Trips in die nähere Umgebung, pflegen Haus, Hund und Garten und genießen ein leckeres Essen mit einem schönen Glas Wein.