Herbstsynode in Hammelburg – Neue Schulreferentin eingeführt

Hammelburg, 15. November 2025 – Im Martin-Luther-Haus in Hammelburg fand die Dekanatssynode des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Lohr am Main statt. Eingeladen waren die gewählten Vertreterinnen und Vertreter aus 19 Kirchenvorständen, die im Oktober 2024 für eine sechsjährige Amtszeit neu gewählt wurden. Insgesamt nahmen 45 Gäste an der Synode teil.

Der Tag begann mit einem festlichen Gottesdienst, in dessen Rahmen Sabine Bullemer-George offiziell in ihr Amt als neue Schulreferentin des Dekanats eingeführt wurde. Sie folgt Kirchenrat Uwe Schlosser nach, der zur Jahresmitte 2025 in den Ruhestand verabschiedet worden war. In seiner Ansprache würdigte Kirchenrat Michael Thiedmann die neue Schulreferentin als erfahrene Fachfrau: Bullemer-George bringe nicht nur umfassende Expertise aus ihrer Tätigkeit im benachbarten Dekanat Aschaffenburg mit, sondern habe als Religionspädagogin im Laufe ihrer beruflichen Laufbahn alle Schulformen kennengelernt.

Thiedmann betonte die Bedeutung des Religionsunterrichts: Er eröffne Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven für ihr Verständnis von Welt und Glauben. „Bildung ohne Religion ist unvorstellbar, Religion ohne Bildung ist gefährlich“, hob er hervor.

Im Gottesdienst gratulierte Dekan Roth Pfarrer Michael Nachtrab aus Partenstein zum 30jährigen Ordinationsjubiläum. Nach dem Gottesdienst setzte die Synode ihre Arbeit mit einer Geschäftssitzung fort. In seinem Jahresbericht legte Dekan Roth Rechenschaft über das kirchliche Leben im Dekanat ab. Ein Schwerpunkt lag auf den aktuellen Strukturveränderungen, die aufgrund rückläufiger Mitgliederzahlen notwendig geworden sind. Der Dekan stellte dieser Entwicklung jedoch eine Haltung des Aufbruchs entgegen – verbunden mit dem Verständnis eines mündigen Christseins und der Stärkung des Ehrenamts als tragende Säule kirchlichen Lebens.

Im Anschluss folgte ein ausführlicher Rückblick auf die personellen Veränderungen im Dekanat. Dabei wurden mehrere Verabschiedungen sowie die Einführung neuer Mitarbeitender gewürdigt. Besonders hervorgehoben wurde Martin Hentschel aus Geroda, der seine Prädikantenausbildung mit Berechtigung zur Sakramentsverwaltung Ende 2024 erfolgreich abgeschlossen hat. Zudem wurden die neu gewählten Frauenbeauftragten Martina Klein und Christine Manaj vorgestellt sowie die neue Jugendreferentin Melanie Stadelbauer, die seit September 2025 frischen Wind in die zuvor eineinhalb Jahre verwaiste Kinder- und Jugendarbeit auf Dekanatsebene bringt.

2025 Dekanatsausschuss
Bildrechte Victor Rein

Auch der im Mai neu gewählte Dekanatsausschuss – das Executive der Synode – wurde erneut präsentiert. Neben bereits erfahrenen Mitgliedern wie Prädikant Martin Hentschel, Prädikantin Carolin Esgen (Lohr), Katechetin Manuela Weber (Gemünden), Pfarrerin Barbara Weichert (Zeitlofs), dem stellvertretenden Dekan Pfarrer Robert Augustin (Hammelburg) und Dekanatskantor Mark Genzel verstärken mehrere neue Gesichter das Gremium: Prädikant Arved Meyer (Burgsinn), Daniel Alt (Bad Brückenau), Hedda Coulon (Marktheidenfeld) sowie Alexander Fischer (Heßdorf).

Die Beschlussfassung über Haushaltsplan und Jahresrechnung – üblicherweise eine zentrale Aufgabe der Synode – wurde per Beschluss an den Dekanatsausschuss übertragen. Dieser tagt sechs Mal im Jahr und berät über grundsätzliche Entscheidungen, unter anderem über den Gebäudebedarfsplan für das Dekanat.

Der Nachmittag stand unter dem Thema „Den Glauben in der Familie leben“. In verschiedenen Arbeitsgruppen tauschten die Synodalen ihre Erfahrungen zu unterschiedlichen Aspekten familiärer Glaubenspraxis aus. Bei einer abschließenden Podiumsdiskussion gaben mehrere hauptamtliche Mitarbeitende Einblicke in ihre Impulse, Erfahrungen und Ideen und verliehen dem Thema wertvolle Anregungen für die praktische Arbeit in den Gemeinden.

Die Dekanatssynode endete mit vielen neuen Perspektiven und Ermutigungen für die zukünftige Gestaltung kirchlichen Lebens im Dekanat Lohr a. Main.